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Nachruf auf Sabine Balke Estremadoyro (1960-2026)

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Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Sabine Balke Estremadoyro, unserer langjährigen Vorstandskollegin, Mitstreiterin und Weggefährtin. Am 11. März 2026 ist sie nach schwerer Krankheit verstorben. 

Sabine hat mit viel Verve zur Verwirklichung ihrer Idee eines gemeinsamen Katalogs der i.d.a.-Einrichtungen beigetragen. Die Arbeit des Digitalen Deutschen Frauenarchivs hat Sabine von Beginn an verfolgt und als Geschäftsführerin entscheidend mit aufgebaut und geprägt. Mit klarem Blick, strategischem Gespür und großer Beharrlichkeit verfolgte sie ihr Ziel, die Geschichte der Frauenbewegungen sichtbar zu machen, ihr Gewicht zu geben und sie für kommende Generationen zugänglich zu halten.

Auch im Vorstand des i.d.a.-Dachverbands war sie eine engagierte und verlässliche Stimme für Vernetzung und Zusammenarbeit. Sabine hatte bestechende Visionen und den Mut, ihnen zu folgen. Sie formulierte klare Ziele und trieb Entwicklungen entschlossen voran. Oft forderte sie uns damit heraus, Position zu beziehen und uns zu verorten. Viele wichtige Schritte wären ohne ihren Anstoß nicht entstanden.

Internationale Zusammenarbeit war für sie selbstverständlich. Sie setzte sich dafür ein, feministische Archive als demokratische Orte von Wissen und Erinnerung sichtbar zu machen. Sie dachte feministische Archivarbeit immer als Teil demokratischer Öffentlichkeit – offen, vernetzt und zukunftsgerichtet.

Mit ihrem warmen „Chica“ bleibt sie uns als verbindende und zugewandte Persönlichkeit in Erinnerung.

Wir werden Sabine sehr vermissen.

Margarethe Kees und Inga Müller für den i.d.a.-Vorstand
Margit Hauser als langjährige i.d.a.-Vorständin

Bildunterschrift
Sabine Balke Estremadoyro

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